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Als 2016 in meiner Deutschgruppe die ersten Flüchtlinge ihre negativen Bescheide bekamen, konnten sie sich nicht mehr konzentrieren, waren ständig müde, angsterfüllt und traurig.
So nahmen mein Mann und ich Dawood und Allahyar, zwei Freunde, mit in die romantische Erlaufschlucht, sie genossen es und waren dankbar. Im Winter wanderten wir von Alland nach Heiligenkreuz. Es war eiskalt und der Schneesturm prickelte im Gesicht, aber keiner jammerte, auch das gefiel ihnen.

Dawood schrieb Gedichte. Über 80 waren es. Er tat sich nicht leicht mit Deutsch, nur drei konnte ich mit ihm gemeinsam übersetzen. Ich fand niemanden, der bereit war und der es konnte, sie ins Deutsche zu übertragen. Aber ich suchte für diese drei Fotos, die dazu passten und gestaltete ein Büchlein für ihn, es war Ansporn für ihn, Deutsch besser zu lernen und er konnte uns so seine Gefühle, seine Gedankenwelt vermitteln und fühlte sich von uns verstanden. …

Es wird gesagt, dass die Jugendlichen hier keine Familie haben und doch lassen sie uns, die Patinnen und Paten hier einfach zurück! All´ jene, die sich ehrlich bemüht haben aus Kindern vernünftige Jugendliche und gescheite Erwachsene ohne Hass und Hader, ohne Neid und Missgunst, ohne Vorbehalte gegenüber Staaten, Kulturen, Religionen und Rassen zu gescheiten Erwachsenen, die in der Lage sind sich erfolgreich Ihre Existenz hier in Österreich aufzubauen, zu machen! …